Trauerreden

 

Trauerreden

Bei weltlichen Trauerfeiern will ich den Hinterbliebenen durch meine Worte helfen, ihren Verstorbenen in Würde zu gedenken und Abschied zu nehmen.

Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, gibt es viel zu organisieren und zu erledigen, gilt es viele Entscheidungen zu treffen. Und das, obwohl man mitten in einer emotionalen Ausnahmesituation steckt. Für die eigene Trauer bleibt da in den ersten Tagen kaum Zeit.

Die Trauerfeier ist ein umso wichtigerer Schritt auf dem Weg des Abschiednehmens. Wir konzentrieren uns dabei auf unsere Trauer, auf unsere Gefühle gegenüber dem Verstorbenen, nehmen bewusst wahr, was er und sein Tod uns bedeuten. Denn wir wissen: Unser Leben wird nach dem Verlust eines geliebten Menschen nie mehr dasselbe sein. Und dennoch wird es – muss es – weitergehen.

Abschied nehmen heißt, sich mit dem Tod eines Nahestehenden aktiv auseinanderzusetzen. Eine individuelle Trauerrede ist dabei sehr wichtig. Aber bereits das Vorgespräch kann ein hilfreicher Schritt des Abschiednehmens sein.

Das Vorgespräch

Im Vorgespräch haben Sie die Möglichkeit, über den Verstorbenen und über Ihre eigenen Gefühle zu reflektieren.
Damit ich eine gute, individuelle Trauerrede verfassen kann, die Ihnen und dem Verstorbenen gerecht wird, bin ich auf Ihr Vertrauen, auf Ihre Offenheit angewiesen. Gemeinsam sondieren wir die Themen, die sich durch sein Leben gezogen haben, gehen wir die schweren Zeiten und die glücklichen Momente durch, die sein Leben und Ihr Zusammenleben mit ihm geprägt haben. Ich will seine Sicht auf die Welt kennenlernen und erfahren, weshalb er etwas Besonderes war. Denn jeder Mensch ist etwas Besonderes.

Sie können weitere Familienangehörige, Freunde oder andere Nahestehende zum Vorgespräch dazuholen. Ich nehme mir dafür so viel Zeit, wie es braucht.

Was eine gute Trauerrede ausmacht

Meine Rede ist nicht nach chronologischen Lebensdaten geordnet – denn diese kennen Sie ja bereits. Die Trauerrede soll aber gerade die engsten Vertrauten – Familienangehörige wie Freunde – ansprechen. Deshalb fließen Themen ein, die für Sie und den Verstorbenen wichtig sind, die ihn und Ihre Beziehung zu ihm ausmachen. Was war ihm wichtig? Wofür hat er gekämpft, wovon sein Leben lang geträumt?

Eine gute Trauerrede drückt Wertschätzung und Achtung gegenüber dem Verstorbenen und seinen Taten aus. Denn jeder bemüht sich, sein Leben so gut wie möglich zu leben und seinen Beitrag für die Welt zu leisten. Manchmal ist das offensichtlich, manchmal müssen wir genauer hinsehen – ohne dass etwas beschönigt wird. Eine Trauerrede ist keine Lobeshymne. Sie urteilt auch nicht über Menschen. Aber sie lässt für einen Moment den Verstorbenen bei den Menschen, denen er wichtig war, in Erinnerungen und Gefühlen aufleben.

Der Tod eines nahestehenden Menschen erinnert uns an unsere eigene Sterblichkeit. Ein Thema, das viele von uns verdrängen. Die Trauerrede hat auch die Aufgabe, den Tod des Verstorbenen in einen größeren Kontext von Leben und Sterben zu stellen. Sie lässt uns fühlen, dass wir alle sterblich sind. Das kann tröstlich sein.

Eine dauerhafte Erinnerung

Nach der Trauerfeier erhalten Sie von mir den Text der Rede. Auch bei einer stimmungsvollen, gut vorgetragenen Ansprache schweift man manchmal mit den Gedanken ab. Vielleicht, weil sich die eigenen Erinnerungen aufdrängen. Ich will Ihnen die Möglichkeit geben, die Rede jederzeit nachzulesen und sie auch an jene weiterzugeben, die nicht zur Trauerfeier kommen konnten.

Das Manuskript soll Ihnen Halt geben, wenn Sie später allein mit Ihrer Trauer sind.