Lesetipps

Drei Bücher – aus drei Genres – empfehle ich, die durch mein Lektorat gegangen und in diesem Frühjahr frisch erschienen sind:
Miriam Malik: Mord im Green Park, Krimi, Taschenbuch und E-Book, 264 Seiten, Books on Demand, März 2016
Marvin Roth: Das Papstdekret, Thriller, Klappenbroschur und E-Book, 384 Seiten, Spica Verlag, Februar 2016
Hilde Horváth: High Heels, erotische Kurzgeschichten, Klappenbroschur und E-Book, 200 Seiten, Spica Verlag, Januar 2016

Miriam Malik: Mord im Green Park

Inhalt: Der Mord an einem Cambridge-Studenten im Green Park versetzt ganz London in Aufregung. Wurde der Sohn eines Staranwalts von einer seiner zahlreichen Ex-Freundinnen ermordet? Oder ist er dem Parkmörder zum Opfer gefallen, der im Vorjahr mehrere Männer in verschiedenen Londoner Parks erstochen hat? Ex-Soldat und Privatdetektiv Mike Martin hilft seinem Freund Tom Sawler von Scotland Yard bei den Ermittlungen. ieberhaft versuchen die beiden, den Mörder zu finden, bevor ein weiteres Verbrechen geschieht – und kämpfen dabei gegen einen Sumpf aus Korruption und Vertuschung, der bis in die höchsten Kreise Londons reicht. Als Mike die hübsche Melanie im Hyde Park vor einem Übergriff bewahrt, gerät sein Leben völlig aus den Fugen. Denn mit ihrem Vater ist nicht zu spaßen …

Autoreninfo: Miriam Malik, geboren 1984 in Essen, hat Islamwissenschaften studiert und arbeitet seit 2011 in der IT-Branche. Zusammen mit ihrem Ehemann lebt sie heute in der Metropolregion Nürnberg. Ihre Spezialität sind satirische Kurzgeschichten. „Mord im Green Park“ ist ihr Romandebüt.

Ein durchwegs spannender Krimi, der den Leser von Tatort zu Tatort durch die nächtlichen Parks Londons streifen, vor den Machenschaften der Londoner Upper-Class erschaudern und über das Konkurrenzverhalten der Ermittler den Kopf schütteln lässt. Das Buch erfüllt alles, was ich mir von einem London-Krimi erwarte! Mehr noch: Miriam Malik versteht in ihrem Debütroman so perfekt in die Irre zu leiten, dass die Auflösung des Krimis bis zum Schluss nicht durchschaubar ist. Wer den Täter am Ende kennt und darüber staunt, braucht nicht zu bedauern, dass der Krimi schon aus ist – für ihn hat die Autorin eine originelle Idee umgesetzt: Auf ihrer Website steht ein Zusatzkapitel bereit, die Geschichte aus Sicht einer Nebenfigur. Und auch die ist richtig gut und hält weitere Überraschungen bereit.
Hier geht’s zu „Mord im Green Park“ auf der Website von Miriam Malik.

Marvin Roth: Das Papstdekret

Inhalt: „Nimm eine und tue es!“, steht in großen Lettern auf den Kisten, die frei zugänglich auf dem Times Square herumstehen. Sofort bekriegen sich zwei Streetgangs um den Inhalt: Waffen! Mit dieser Provokation läuten Islamisten den Straßenterror in New York ein. Es folgt ein Anschlag auf den US-Präsidenten. Auch die Vatikanstadt wird von Anschlägen heimgesucht: Der Nachfolger Osama bin Ladens will die christliche Welt zerstören. Doch damit nicht genug! Der Papst riskiert seinerseits, den Weltfrieden zu gefährden: Er ruft zum Heiligen Krieg gegen den Islam auf – und wird bald darauf entführt …

Autoreninfo: Marvin Roth, in der Nähe Frankfurts geboren, lebte von 2001 bis 2011 in den USA. Gemeinsam mit seiner Frau führte er eine internationale Maklerfirma, mit Büros in allen wichtigen Städten Floridas. Durch ihren Beruf begegneten dem Ehepaar Roth viele Menschen und jeder von ihnen hatte seine eigene Geschichte. Jede Stadt, jedes Dorf, wie jede Landschaft, welche die Roths bereisten, ergänzten die Geschichten und formten sich zu einem Gesamtbild. Aus diesen über die Jahre erworbenen Erfahrungen schöpft Marvin Roth die Grundessenz seiner Erzählungen.

Aktuell wie nie malt der Thriller nicht nur den Horror islamistischen Terrors, sondern warnt vor Extremismus, religiösem Fanatismus und Machtgier – auch auf christlicher Seite. Er zeigt auf, wie schnell die Welt aus ihrem Gleichgewicht geraten kann, und verspricht Spannung von der ersten bis zur letzten Seite! Marvin Roth entspinnt die Handlung in solch einer Dichte und Geschwindigkeit, dass einem schlicht der Atem wegbleibt. Geschickt verwebt und verknotet er mehrere Handlungsstränge und springt an den spannendsten Stellen zum nächsten weiter. „Das Papstdekret“ ist der dritte Thriller mit dem FBI-Agenten Hank Berson – und ich freue mich schon auf den vierten!
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Hilde Horváth: High Heels

Inhalt: „Der Kellner bringt ihnen das Essen, es ist köstlich, schmeckt hervorragend. Sie genießen es sehr, aber mehr Genuss sind seine Augen, seine Gesten. Alles an ihm sagt ihr, dass es noch sehr heiß wird an diesem Abend.“
In neunundsiebzig kurzen Geschichten voller Erotik und Leidenschaft finden Paare aus der Routine, finden Fremde für prickelnde Stunden zusammen, finden wieder andere in Lustfantasien allein oder auch mal zu dritt die ­Erfüllung. Ob zu Hause, am Strand oder im Wald, im ­Whirlpool, im Bus oder beim Einkaufen; ob Nylons, High Heels oder scharfe Erdbeeren das Feuer entfachen – oft folgt dem Höhepunkt ein humorvolles Augenzwinkern.

Autoreninfo: Als Schweizerin mit italienischen Wurzeln wurde Hilde Horvàth an einem Sonntag geboren – bei vier Geschwistern war das Sonntagskind aber schnell mal vergessen. Sie hämmerte lieber die Nägel des Vaters ins Dachgebälk, als für die Schule zu lernen. Während der Vater wohl noch immer seine Nägel suchte, heiratete Hilde Horvàth ihre große Liebe aus Ungarn. Das Eheleben war mit gegenseitigem Vertrauen verbunden, aber auch mit Arbeit. Als die zwei gemeinsamen Kinder aus dem Haus waren, begann die Zeit der Zweisamkeit, der Genuss des Lebens – bis das Schicksal hart zuschlug: Durch einen Unfall wurde Hilde Horvàths Mann zu einem Pflegefall. Später verlor sie den Sohn und dann auch ihren Mann. Ihre Tochter wanderte mit Familie in die USA aus. In der Zeit, als ihre Welt in Trümmern lag, begann Hilde Horvàth erotische Geschichten zu schreiben. Und so trägt ihr drittes „Baby“ einen ausgefallenen ­Namen, den ihrer Lieblingsschuhe: High Heels.

Die Geschichten in „High Heels“ vereinen außergewöhnliche erotische Phantasien mit Alltagserotik. Eigentlich sind es pornographische Geschichten. Pornographische Geschichten aus den unterschiedlichsten Lebenssituationen, mit den unterschiedlichsten Figuren. Das Ungewöhnliche an diesen Geschichten: Dem erotischen Höhepunkt folgt oft eine humorvolle Wendung als Pointe. Dass Pornographie und Humor so gut vereinbar sind, hätte ich nicht gedacht! Aber Hilde Horvàth schafft das. Und genau das hebt die knisternd leichten, kurzen Geschichten aus der reinen Pornographie heraus und macht sie einmalig – zum Schmunzeln!
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– anm –